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Wichtige Begriffe
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Wichtige Begriffe in Verbindung mit EdelmetallenAlpacca – Alpaka (Neusilber)Von den Chinesen bereits vor hunderten von Jahren unter "Pakfong" oder "Pak-ton" zur Herstellung von Gefäßen verwendet, sind Neusilberlegierungen auch heute noch ein wichtiger Werkstoff etwa der Uhren- und Silberwarenindustrie. Neusilber basiert auf Legierungen aus Kupfer, Nickel und Zink in verschiedenen Anteilsvariationen, wobei das Kupfer etwa die Hälfte der Gesamtlegierung ausmacht. Abgesehen von seinem silberähnlichem Aussehen zeichnet sich das Silber-Surrogat durch seine hohe Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit aus. Das Material ist unter verschiedensten Namen bekannt, wie dem geschützten Warenzeichen Alpacca, aber auch unter Alpaka, Auch deswegen geht der Trend bei Silberbestecken hin zu Sterling-Silber mit dem Feingehalt von 925/000. Da bei der Herstellung Silberlot niedrigerer Legierungen verwendet wird, besteht das Basismaterial in der Regel sogar aus der Legierung 935/000, das anschließend zum Schutz hartversilbert, also mit relativ dicker Schicht galvanisch feinversilbert wird. Somit kann neben dem besseren Anlaufschutz auch die gesetzlich geforderte Mindestlegierung von 925/000 für Sterling Silver gewährleistet werden. Siberwaren werden in manchen Fällen zusätzlich auch mit Klarlack überzogen. Solange dieser unversehrt bleibt, schützt er das Silber zuverlässig gegen die Oxidation. Die Oberfläche solchermaßen behandelter Silbergegenstände verändert sich jedoch optisch und haptisch, bei Tafelsilber wird die Lackschicht durch den Gebrauch über lang oder kurz mechanisch angegriffen. Die Schutzwirkung lässt dementsprechend nach. Schmuckwaren werden zum Schutz auch gerne galvanisch mit einer Rhodium-Schicht überzogen. Der Rhodiumüberzug schützt zwar zuverlässig, doch optisch wirkt die Oberfläche anschließend metallisch-hart, der eigentliche stahlendweiße und weiche Silber-Look geht durch das Rhodinieren gänzlich verloren. Eine neuartige, aus England stammende Silberlegierung ist Argentium™ Sterling Silber. Diese Legierung soll grundsätzlich nicht anlaufen. Analysemethoden − XRF/RFAMit dem SPECTRO Midex bietet INTER Metall® die zeitgemäße zerstörungsfreie Inhalts-Analyse für Schmuck und Schmelzmaterialien an. XRF (X-ray Fluorescence Spectroscopy) ermöglicht eine schnelle und hochpräzise Analyse. Die hochmoderne Anlage liefert genaueste Ergebnisse inhalb von etwa 180 Sekunden, ihre Nachweisgrenze liegt etwa bei einem Mikrogramm pro Gramm. Die XRF - im Deutschen als Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) und auch Röntgenfluoreszenzspektroskopie (RFS) bezeichnet - dient sowohl zur qualitativen und quantitativen Bestimmung der elementaren Zusammensetzung einer Probe. Die XRF ist eine der am häufigsten eingesetzten Edelmetall-Analysemethoden mit dem unschätzbaren Vorteil, dass die Proben durch die Messung nicht zerstört und keine Aufschlüsse benötigt werden. Neben der Elementaranalyse von Schmuck und Recyclingmaterial können auch Schichtdicken von z.B. vergoldetem Silberschmuck ermittlen warden. Dies ist insbesondere wichtig zur Qualitätssicherung in der industriellen Schmuckherstellung. Analysemethoden − DichtemessungEine zuverlässige Methode um sicherzustellen, dass ein Gegenstand beispielsweise durchgehend aus Gold besteht und nicht etwa nur äußerlich vergoldet ist, ist die Dichtemessung durch Auftrieb. Zur Untersuchung von Edelmetallproben macht man sich nach dem Prinzip von Archimedes zu Nutze, dass das Volumen verdrängter Flüssigkeit dem Volumen des in die Flüssigkeit eingetauchten Körpers entspricht. Zunächst wird mit Hilfe einer geeigneten Waage das Gewicht der Probe in der Luft bestimmt. Anschließend erfolgt eine weitere Wägung des Gegenstandes in einer Flüssigkeit. Die Material-Dichte des zu analysierenden Körpers lässt sich anschließend mit Hilfe einer einfachen Formel bestimmen. Archimedes bestimmte schon anhand dieser Methode die Dichte der Krone eines Königs, der bezweifelte, ob diese wirklich aus reinem Gold bestehe. Analysemethoden − DokimasieMit dem Begriff Dokimasie oder Dokimastik (griechisch für Prüfung) wird das Ausschmelzen von Metallen aus Erzen bezeichnet. Die ausgeschmolzenen Metalle können daraufhin analysiert werden. So lässt sich etwa der Goldgehalt edelmetallhaltigen Erzes bestimmen. Kommerzielles Ausschmelzen wird durch den Begriff Verhüttung definiert. Die Dokimasie ist eine der ältesten Untersuchungsmethoden bei der Edelmetall-Analyse. Liegt etwa Material in Pulverform vor, das nur sehr geringe Mengen im µg-/mg-Bereich an Gold, Silber, Platin oder Palladium enthält, lässt sich die Dokimasie mit Hilfe von Blei, Kupfer, Eisen, Chorm oder Nickel als Sammelmetallen anwenden. Im Anschluß lassen sich die Edelmetalle wieder vom jeweiligen Kollektormetall abtrennen und aus einer Lösung bestimmen. Zur anschließenden Analyse eignet sich z.B. das ICP-Verfahren. Die Ansiedeprobe, Tiegelschmelze und die Kuppelation bezeichnen unterschiedliche Formen der Dokimasie. Analysemethoden – Feuerprobe (Kuppellation)Ein Verfahren, dass zu alten Zeiten bereits von den Alchimisten zur Edelmetallabtrennung angewandt wurde, ist die Kuppellation. Mit Hilfe des auch als Feuerprobe, als Abtreiben oder Treibarbeit bezeichneten Verfahrens, werden Edelmetalle durch Erhitzung aus Legierungen mit unedlen Metallen getrennt. Genutzt wird hierbei die Eigenschaft edler Metalle, im Gegensatz zu unedlen Metallen nur sehr schwer oxidiebar zu sein. Eingesetzt wird die Kuppellation vor allem bei der Analyse und dem Recycling von Edelmetallen, sowie bei der Silberverhüttung. Gold und Silber lassen sich durch Kuppellation jedoch nicht voneinander scheiden, da es sich in beiden Fällen um Edelmetalle handelt. Vor dem Prozess wird zunächst die Probe des verunreinigten Edelmetalls gewogen. Anschließend wird es mit der doppelten Menge Blei legiert und im sog. Probier- oder Treibofen in oxydationsfördernder Atmosphäre geschmolzen. Das Blei nimmt dabei die Verunreinigungen in sich auf. Das entstehende Bleioxid wird mitsamt den unedlen Metalloxiden durch das poröse, schmelztigelartige Gefäß - der Kupelle - aufgesaugt. Die Edelmetall-Konzentration nimmt dabei mit steigender Hitze zu, da die unedlen Metalle immer stärker oxydieren. Am Ende verbleibt das Edelmetall in Form einer kleinen Perle. Jetzt wird die Probe erneut gewogen, der Feingehalt wird danach errechnet, indem man die zweite Wägung durch die anfängliche Wägung teilt und mit 1000 multipliziert. Analysemethoden – StrichprobeDer annähernde Feingehalt einer Edelmetallegierung lässt sich mit Hilfe der Strichprobe, einem optischen Vergleichsverfahren, bestimmen. Die Strichprobe zählt zu den ältesten Prüfverfahren für Edelmetalle und war bereits 600 v. Chr. bekannt. Mit ihr lassen sich Edelmetallwaren vor allem schnell und mit einfachen Hilfsmitteln prüfen. Dabei entsteht nur ein minimaler Materialverbrauch und keine wesentliche Beschädigung der Ware. Mit der Strichprobe können Feingehaltsunterschiede von zehn bis zwanzig Tausendstel mit großer Sicherheit erkannt werden. Aus diesem Grund wenden beispielsweise die schweizerischen Edelmetallprüfer seit vielen Jahren die Strichprobe zur Prüfung von Edelmetallfertigerzeugnissen an. Neben einem Probierstein und entsprechenden Probiernadeln werden für die unterschiedlichen Materialien verschiedene Probierflüssigkeiten eingesetzt, beispielsweise Salpetersäure. Für die Prüfung wird mit dem zu prüfenden Stück ein etwa 2,5 cm langer Strich auf den Probierstein gezogen, danach parallel dazu ein gleichlanger Strich mit einer referenzierenden Probiernadel der zu prüfenden Legierung. Der Edelmetallgehalt des Prüflings lässt sich nun mit Hilfe der Farbe und des Helligkeitsunterschiedes der beiden Striche feststellen. Er entspricht mit hoher Wahrscheinlichkeit der Referenz der Probiernadel, so fern kein Unterschied zwischen den Strichen sichtbar ist. Unterschieden sich die beiden Striche, werden zusätzliche Referenzstriche mit Probiernadeln anderer Legierungen gezogen. Da manche Metalle farblich mit dem Edelmetall Gold übereinstimmen, werden die Striche anschließend mit Probiersäuren wie etwa Scheidewasser - also Salpetersäure - betupft. Da Gold von Salpetersäure nicht angegriffen wird, werden nur die nichtedlen Metalle aufgelöst. Die Prüfvorgänge für Platin, Gold, Silber, Kupfer oder Legierungen wie Bronze oder Messing unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die verwendete Prüfsäure und die daraus resultierende Reaktion des jeweiligen Metalles. Anlaufen von SilberDurch die Sinne nicht wahrnehmbare, schwefelhaltige Bestandteile der Umgebungsluft lassen Silber mit der Zeit unansehlich dunkel anlaufen - selbst dann, wenn es nicht in Gebrauch ist. Gleiches gilt für Tafelsilber, das mit schwefelhaltigen Speisen wie Eigelb, Fisch, Hülsenfrüchten, Mayonnaise, Senf, Zwiebeln oder Marinaden in Berührung kommt. Daher werden auch Eierlöffel als Bestandteil hochwertigen Tafelsilbers oftmals aus Perlmutt gefertigt. Das Anlaufen von Silber auch höherer Legierungen als 800/000, lässt sich wegen der hochsensiblen Reaktion mit schwefelhaltigen Verbindungen grundsätzich nicht vermeiden. Mit Hilfe entsprechender Pflegemittel können angelaufene Silbergegenstände beispielsweise durch Eintauchen und Abreiben zwar recht leicht gereinigt werden. Eine zusätzliche Schutzwirkung lässt sich durch solche Pflegemittel jedoch, wenn überhaupt, nur über einen relativ kurzen Zeitraum erzielen. Deshalb geht der Trend bei Silberbestecken hin zu Sterling-Silber mit dem Feingehalt von 925/000. Da bei der Herstellung Silberlot niedrigerer Legierungen verwendet wird, besteht das Basismaterial in der Regel sogar aus der Legierung 935/000, die anschließend zum Schutz feinversilbert wird. Man spricht dabei wegen des relativ dicken, galvanisch aufgetragenen Überzugs von Hartversilbern. Somit kann ein zusätzlicher Anlaufschutz sowie die gesetzlich geforderte Mindestlegierung von 925/000 für Sterling Silver gewährleistet werden. Siberwaren werden in manchen Fällen zusätzlich auch mit Klarlack überzogen. Solange dieser unversehrt bleibt, schützt er das Silber zuverlässig gegen die Oxidation. Die Oberfläche der Silbergegenstände verändert sich jedoch optisch und haptisch, bei Tafelsilber wird die Lackschicht durch den Gebrauch über lang oder kurz mechanisch angegriffen. Die Schutzwirkung lässt dementsprechend nach. Schmuckwaren werden zum Schutz auch gerne galvanisch mit einer Rhodium-Schicht überzogen. Der Rhodiumüberzug schützt zwar zuverlässig, doch optisch wirkt die Oberfläche dann metallisch-hart. Der eigentliche, stahlendweiße und weiche Silber-Look geht durch das Rhodinieren gänzlich verloren. Eine neuartige, aus England stammende Silber-Legierung ist Argentium™ Sterling Silber. Diese Legierung soll grundsätzlich nicht anlaufen.
AutobahngoldBei "Autobahngold" handelt es sich um gestempelten, aber unechten Schmuck, mit welchem in den späten 50er bis in die 70er Jahre hinein und in jüngster Zeit sogar wieder vermehrt - hauptsächlich auf den Autobahnraststätten Italiens, auf deutschen Autobahnparkplätzen und -Raststätten aber auch auf den Hauptverbindungsstrassen in anderen, touristisch stark frequentierten Ländern - überwiegend deutsche Urlauber, aber auch Touristen anderer Nationalitäten abgezockt und betrogen werden. Von dieser Herkunft stammt auch der Name Autobahngold. Auch an gut besuchten Stränden, Bahnhöfen, kurz überall wo grosse Massen Touristen, die für Betrugszwecke idealerweise unter Zeitdruck stehen, anzutreffen sind, werden diese gefälschten Schmuckstücke angeboten. Die vergoldeten Plagiate werden den Touristen meist von einem Einheimischen unter einer phantasiereichen Schilderung einer finanziellen Notlage zum Kauf angeboten. Es handelt sich hierbei aber lediglich um minderwertigen Mode-Schmuck, der in unzulässiger Weise mit einem Goldstempel versehen ist. Zwar schön anzusehen, aber eben leider nur aus mit einer dünnen Goldschicht überzogenen, unedlen Metallen wie Tombak, Blei oder Wolfram. Zum Teil werden diese Fälschungen auch in grösseren Stückzahlen nach Deutschland verbracht und hier in Restaurants, Bahnhöfen, Autobahnparkplätzen und -Raststätten usw. auf die oben beschriebene Weise von zumeist ausländischen, vor allem jedoch rumänischen Betrügern an den Mann gebracht. Autobahngold gibt es mittlerweile adäquat auch als als Innenstadtgold. Mehr zum Thema unter www.autobahngold.de und hier auf der Homepage unter Edelmetallhandel » BankbarrenGold-, Silber-, Platin-, Palladium - Barren in sehr hohem Feingehalt (Gold mindestens 995/000, Silber 999/000, Platin und Palladium 999,5/000), die bezüglich Form, Grösse, Gewicht und Bezeichnungen den Gepflogenheiten des internationalen Edelmetallhandels entsprechen. Siehe auch Edelmetallbarren BesteckeNeben Bestecken aus massivem Silber, handelt es sich jedoch bei den als Hotelsilber oder Silberbesteck bezeichneten Löffeln, Gabeln und Messern um Gegenstände, die aus Alpacca oder rostfreiem Stahl bestehen und relativ dick versilbert sind. Die Qualität der Versilberung erkennt der Fachmann anhand der Bezeichnung. BezeichnungEdelmetallwaren müssen mit einer Feingehaltsangabe und einer Verantwortlichkeitsmarke, insbesondere für den Export, bezeichnet sein. Bei Metallwaren kommt ein Hinweis auf das verwendete unedle Metall hinzu. Bei Plaquewaren kann der Fabrikant zwischen der traditionellen Markierung (z. B. Plaque G) oder dem international normierten Qualitätshinweis (z.B. P 20) wählen. In beiden Fällen ist zusätzlich eine Verantwortlichkeitsmarke, also der Hersteller-Stempel vorgeschrieben. Auf keinen Fall gestattet sind Feingehaltsangaben in Tausendstel oder Karaten und Qualitätsangaben von Edelmetallschichten in Mikron, Promillen, Prozenten oder per Kilogramm. BlattgoldUm nichtmetallischen Objekten ein goldenes Aussehen zu geben, wird Blattgold verwendet. Es handelt sich bei Blattgold um eine aus hochfeinen Goldlegierungen hergestellte, hauchdünne Folie unterschiedlichster Farben, die von Hand ausgeschlagen wird. Die Stärke der Blattgold-Folie liegt bei 8/1000 bis 14/1000 Millimeter. Als Legierung für Außenvergoldungen wird in der Regel 23-karätiges Gold (985/000), für Innenvergoldungen 22-karätiges (916/000) Gold verwendet. Klassisch wird Blattgold mit Hilfe eines Federhammers vom Goldschläger hergestellt, einem bereits vor mehr als 5000 Jahren in Indien bekannten Handwerk. Wird das Blattgold ausschließlich und in mühsamer Arbeit von Hand aus einem kleinen Barren geschlagen, sind 6836 Schläge mit 6 verschiedenen Hämmern nötig, um dieses hauchdünne Material zu gewinnen. Heute werden zunächst kleine Goldbarren zu Bändern von etwa Zeitungspapier-Stärke ausgewalzt und in kleine Quadrate geschnitten. Diese feinen Goldblech-Quadrate werden anschließend in drei Arbeitsgängen zu Blattgold geschlagen. Trotz moderner maschineller Unterstützung ist jedoch auch hier noch eine Menge Arbeit von Hand zu erledigen. Der Goldschläger schlägt mit seinem 12kg-Hammer im letzten Arbeitsgang etwa 2 Stunden mehr als 2800 Mal auf die Dünnschlagform ein. Die am Ende enstandenen Goldblättchen werden auf gleiche Größe geschnitten und zur Auslieferung in einem Büchlein mit 25-30 Seiten eingelegt. Die mittelfränkische Stadt Schwabach wurde im Laufe der vergangenen 500 Jahre zum Weltzentrum des Goldschläger-Handwerks. Seit dem Spätmittelalter wird in Schwabach Blattgold geschlagen, noch heute existieren entsprechende Betriebe. Blattgold wird beispielsweise bei der Polimentvergoldung wie auch bei der Öl- oder Mattvergoldung eingesetzt. Zwischenzeitlich können Mattvergoldungen jedoch auch galvanisch hergestellt werden. BronzeAls Bronze wird eine uralte, seit Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. bekannte, braungoldene Metalllegierung bezeichnet, deren Hauptbestandteile aus 70-95% Kupfer und 5-30% Zinn bestehen. Bronze eignet sich hervorragend zum Gießen. Je nach Anteil der einzelnen Bestandteile und weiterer Zusatzmetalle (z.B. Zink) unterscheidet man zwischen Glocken-, Guss-, Kunst-, Münzen-, Stahl-, Walz- und Weißbronze. Als Messing und in bestimmten Fällen als Tombak wird die der Bonze ähnliche Legierung aus den Hauptbestandteilen Kupfer und Zink bezeichnet. DiamantDer oftmals als König der Edelsteine bezeichnete Diamant ist eine zumeist kubische Modifikation des Elementes Kohlenstoff. Sein Name kommt ursprünglich aus dem Griechischen "diaphainein" für durchscheinen und "adamantos", der Unbezwingbare. Der Diamant besitzt auf der relativen Ritzhärte-Skala nach Mohs die Referenzhärte 10. Somit ist seine Härte 140 mal größer als die des Korund – wie Rubin und Saphir mit Mohshärte 9 – und sogar 1.170 mal größer als die von Bergkristall. Er ist somit das härteste, in der Natur vorkommende Mineral. Die Härte des Diamanten ist in verschiedenen Kristallrichtungen unterschiedlich (anisotrop), was wiederum das Schleifen von Diamant mit Diamant ermöglicht. Die qualitative Bewertung von Diamanten erfolgt anhand der so genannten „4C“: Carat (Carat-Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff). Carat: Das Gewicht des Diamanten wird in Carat angegeben. Diese klassische Gewichtseinheit entspricht exakt 0,200 Gramm. Dezimal wird ein Carat in 100 Punkte aufgelöst. Das Gewicht eines Steines von 50 Punkten entspricht somit 1/2 oder 0,50 Carat. Größere und schwerere Diamanten sind verhältnismäßig selten. Das bedeutet, je höher das Carat-Gewicht eines Steines, desto wertvoller der Diamant bei vergleichbarer Qualität von Farbe, Reinheit und Schliff. Seinen historischen Ursprung hat die Maßeinheit Carat im Gewicht eines getrockneten Samenkerns des Johannisbrotbaums (Ceratonia siliqua), das etwa 0,2 Gramm, adäquat also ungefähr 1 Carat entspricht. Das Carat-Gewicht ist keinesfalls zu verwechseln mit der Bezeichnung Karat für den Feingehalt von Goldlegierungen. Color: Vollkommene Farblosigkeit bedeutet höchsten Wert eines Steines. Oft sind Diamanten jedoch durch Verunreinigungen oder Kristallgitterdefekte Grün, Gelb, Braun und seltener auch Orange, Blau, Rosa, Rot oder Grau bis Schwarz gefärbt und entwickeln dadurch als Schmuck-Diamanten einen eigenen, außergewöhnlichen Charme. Clarity: Der Diamant besitzt eine hohe Lichtbrechung und Fluoreszenz und ist in reinem Zustand transparent und farblos. Kein Diamant ist jedoch bei starker Vergrößerung frei von Einschlüssen - mikroskopisch klein oder mit der Lupe und sogar mit dem bloßen Auge erkennbar. Je weniger Einschlüsse und je kleiner diese Einschlüsse sind, um so besser durchdringt das Licht den Stein und entfacht nach meisterhaftem Schliff dessen wahrhaftes Feuer. Cut: Die Brillanz und das Feuer - das Leben eines Steines - werden durch den Schliff und Politur bestimmt. Das sogenannte Finish, also die Schliffausführung und die Proportionen, sorgt für ein Optimum an Brillanz und Farbzerlegung des Diamanten. Die Facetten-Anzahl, deren Verteilung auf Ober- und Unterteil des Steins wie auch die symmetrische und größenmäßige Anordnung, der Winkel zur Rundistenebene – dies alles ist ebenso von grundlegender Bedeutung wie das Verhältnis von Ober- zu Unterteil, von Tafelgröße zu Oberteilhöhe. Das meisterhafte Schleifen von Diamanten ist höchste handwerkliche Kunst. Der Großteil von 75% der Diamant-Weltförderung eignet sich mangels Transparenz oder unansehnlicher Farbe nicht für die aufwändige Weiterverarbeitung zu Schmuck- oder Anlage-Diamanten. Diese als Industrie-Diamanten bezeichneten Steine werden industriell als Bestandteil einer Vielzahl technischer Verfahren verwendet. Doublé-WarenVeraltete Bezeichnung für Plaquewaren. Siehe auch unten unter Gold-Doublé Edelmetall-AufarbeitungDie im Scheidgut enthaltenen, verschiedenen Edelmetalle werden einerseits von sämtlichen unedlen Bestandteilen und andererseits, wie bspw. Gold von Silber, auch voneinander getrennt. Siehe auch Edelmetall-Recycling und Scheidgut Edelmetall-ÜberzügeSeit alters her werden unedle Metalle mit Edelmetallen, hauptsächlich mit Gold oder Silber, überzogen. Ursprünglich geschah dies, um Edelmetallwaren vorzutäuschen. Überzogene Waren dürfen heute legal hergestellt werden, müssen aber als solche bezeichnet, beworben und verkauft werden, so dass eine Verwechslung mit echten Edelmetallwaren ausgeschlossen ist. Edelmetallüberzüge werden auf verschiedenen Wegen hergestellt. Zwei Verfahren finden hauptsächlich Anwendung, wobei heutzutage vorwiegend das galvanische Verfahren angewendet wird. Das galvanische Verfahren Das mechanische Verfahren Edelmetall-RecyclingDurch die entsprechende Aufarbeitung gelangen durch das Recyceln Edelmetalle umweltschonend in den Verwertungskreislauf zurück. Hierbei wird nach dem Einschmelzen das Feingold mit Hilfe chemischer Prozesse von der vorliegenden Legierung abgeschieden und dadurch homogenisiert. In manchen Fällen enthalten Altgold-Legierungen auch Silber, das durch den Recyclingprozess ebenfalls wieder in reiner Form zurück gewonnen werden kann. Mehr zum INTER Metall Edelmetall-Recycling » Edelsteine – SchmucksteineDurch Härte, Farbe, Glanz, Lichtbrechung (Feuer) und Seltenheit ausgezeichnete Mineralien, die als Schmucksteine allgemein als schön empfunden werden. Beispiele sind der Diamant, Aquamarin, Rubin, Saphir, Smaragd, Topas oder Turmalin. Gemäß Definition der internationalen Handelsorganisation CIBJO zählen außerdem Perlen und Korallen zu den Schmucksteinen. Die Lehre von den Edelsteinen ist die Gemmologie oder Edelsteinkunde. ElectroformingGalvanisches Verfahren zur Herstellung von Edelmetallgegenständen mittels präziser Abscheidung von Edelmetallen auf ein Trägermaterial. Auf eine beliebige Form aus unedlem Metall oder anderen Materialien wird eine dicke Edelmetallschicht galvanisch so niedergeschlagen, dass diese nach dem Weglösen der Grundform in sich stabil bleibt. Der Materialeinsatz ist dabei gering, so dass sich dieses Verfahren vor allem für größere Serien leichter Edelmetallpreislagen in der Schmuckindustrie etabliert hat. ETF – Exchange traded fundsETF ist die Abkürzung von Exchange traded fund und bezeichnet Investmentfonds, die im Regelfall an der Börse wie Aktien gehandelt werden. Wie andere Investmentfonds-Anteile verbriefen ETF-Anteile einen anteiligen Besitz an einem Sondervermögen des Fonds, das getrennt vom Vermögen der emittierenden Investmentgesellschaft geführt wird. ETFs sind für verschiedenste Anlageklassen verfügbar. So gibt es ETFs, die sich auf Aktien, Anleihen, oder eben auf Rohstoffe wie Gold beziehen. Der Anleger erwirbt beim Kauf von ETFs kein physisches Gold. Er investiert in Wertpapiere, die Anteile am durch Gold gedeckten Sondervermögen des Fonds verbriefen. Der Emittent des ETFs bleibt dabei Goldeigentümer. Der Anteilskäufer wird Begünstigter einer Schuld des Emittenten ihm gegenüber. Diese Schuld ist dabei mit dem Gold des Sondervermögens gedeckt. Es besteht kein Bonitätsrisiko seitens des Emittenten. Sollte beispielsweise die ausgebende Bank eines ETFs isolvent werden, ist das Gold als Sondervermögen von der Insolvenz nicht betroffen. Im Gegensatz zur privilegierten Anlage in physischem Gold fällt beim Verkauf von ETFs, wie bei Aktien oder anderen Wertpapieren, unabhängig von der Haltedauer der Papiere Abgeltungssteuer auf erzielte Kursgewinne an. Auch unterliegen auf Papier gedruckte Werte substantiell vielen, negativen Einflüssen. Eine Wertebewahrung und -sicherung wie beim Investment in physisches Gold kann - vor allem in Krisenzeiten - mit ETFs durch deren dann schwer- oder gar unverkäufliche Papierform nicht erreicht werden. ETC – Exchange Traded CommoditiesDer Begriff Exchange Traded Commodities (ETC) bezeichnet börsengehandelte Schuldverschreibungen ohne Laufzeitbegrenzung, die Anlegern eine Investition in die Anlageklasse Rohstoffe (engl. commodities) erlauben. Diese Sonderform von Zertifikaten ist physisch mit hinterlegten Basiswerten wie beispielsweise Gold besichert. Im Gegensatz zu den Verwandten ETFs sind ETCs keine Investmentfondsanteile und beziehen sich nicht auf Sondervermögen. Der Anspruch des Anlegers auf Herausgabe der oftmals bei Treuhandgesellschaften hinterlegten Sicherheiten soll im Insolvenzfall für Sicherheit gegenüber dem Emittenten sorgen. Dennoch tragen Investoren ein deutlich höheres Risiko als bei ETFs. Eine Wertebewahrung und -sicherung wie beim Investment in physisches Gold kann - vor allem in Krisenzeiten - mit ETCs durch deren dann schwer- oder gar unverkäufliche Papierform nicht erreicht werden. FeuervergoldungBis ins 19. Jahrhundert hinein war die Feuervergoldung die bedeutendste, bereits seit der Antike angewandte Methode zur Vergoldung von Gegenständen. Diese sehr haltbare Form der Vergoldung ist somit die älteste, bekannte Metallvergoldungstechnik. Selbst bei zahlreichen antiken, feuervergoldeten Funden ist ihr einzigartig weicher und edler Glanz bis heute noch gut erhalten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Feuervergoldung wegen der dabei entstehenden, giftigen Dämpfe mehr und mehr durch die galvanische Vergoldung ersetzt. Modernste Umwelttechnologie macht es heute jedoch spezialisierten Unternehmen wieder möglich, unter Einhaltung strenger Emissionsvorschriften feuervergoldete Objekte für Museen und Kirchen zu restaurieren. Auch werden immer mehr edle, feuervergoldete Waren für den Kunst- und Luxusmarkt gefertigt. Bei der Feuervergoldung wird zunächst Feingold in flüssigem Quecksilber gelöst, es entsteht Gold-Amalgam. Nun wird der zu vergoldende Silber-, Kupfer-, Messing- oder Bronzegegenstand entfettet und verquickt. Dazu wird er in Quickwasser getaucht, einer Lösung aus Quecksilber und verdünnter Salpetersäure. Das bei Raumtemperatur teigartige Gold-Amalgam wird nun auf das zu vergoldende Metallteil aufgetragen. Jetzt macht man sich zunutze, dass diese Legierung einen weit unter dem Gold liegenden Schmelzpunkt hat. Das enthaltene Quecksilber wird bei ca. 300° C verdampft, es wird abgeraucht - einstmals über einem schwach glühenden Holzkohlefeuer. Zum gleichzeitigen Glätten des Amalgams wurde dabei üblicherweise eine Hasenpfote verwendet. Das Gold diffundiert während des Abrauchens in das Basismetall und bildet anschließend eine feste Schicht auf dem Metallgegenstand. Der Beschichtungs- und Abrauchvorgang wird mehrmals wiederholt, bis die erforderliche Schichtdicke mit ihrer tiefgelben Farbe erreicht ist. Da die Oberfläche zunächst rau ist, wird sie zuletzt mit mit Hilfe von Achat-, Hämatit- oder Jade-Poliersteinen geglättet und durch die Politur der erwünschte Glanz erzeugt. GemmologieDie Gemmologie oder Edelsteinkunde ist als Teilgebiet der Mineralogie die Lehre von den Edelsteinen. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit als Schmucksteinen genutzten Edelsteinen, und Mineralien, deren Imitationen und Synthesen. Internationales Zentrum der Gemmologen ist das niederländische Amsterdam. Gold DoubléDoublé besteht aus einem Kernmaterial - meist Tombak (Messinglegierung aus 85% Kupfer und 15% Zink), Neusilber (Alpacca) und vereinzelt auch Silber - und einer verhältnismäßig starken Goldauflage. Die Goldschicht wird heute vorwiegend elektrolytisch, in manchen Fällen jedoch auch mechanisch durch ein Druck-/Schweißverfahren mit anschließendem Auswalzen (Walzgold-Doublé) auf das Basismaterial aufgebracht. Die Goldauflage besteht beim sog. "Amerikaner Doublé" üblicherweise aus der 14K-Goldlegierung 585/1000. Der Anteil der Goldbeschichtung wird in Millièm (Tausendstel Goldanteil), z.B. 10/000, angegeben, beim Amerikaner Doublé beträgt diese zwischen 10 und 20 Millièm. Hier werden also zwischen 10 und 20 Gramm Feingold in Form einer 585/1000-Goldlegierung auf 1kg Gesamtmasse an Material aufgebracht. Somit ist bei einem kleineren Schmuckstück die Goldauflage natürlich stärker als bei einem gleichschweren, aber dünnen, flachen oder hohlen Körper. Daneben gibt es auch den - eher im Uhrenbereich gebräuchlichen - Begriff Mikron. Dieser defniniert die Schichtdicke der Goldauflage in Tausendstel-Millimeter. Die korrekte Bezeichnung auf Doubléwaren beginnt mit "Plaqué", "Plaqué or" oder entsprechenden Übersetzungen wie "Rolled Gold", "Gold filled", "Gold Plaque" oder Walzgold. Ergänzt wird sie durch die Angabe der Fabrikationsart der Goldauflage (z.B. "G" oder "Galvano" für elektrolytisch abgeschiedenes Gold, "L" oder "Laminé" für ausgewalztes Gold). Obligatorisch ist auch eine Verantwortlichkeitsmarke, also der Hersteller-Stempel oder der Stempel der Handelsmarke. Fakultativ ist die Angabe des Goldanteils in Millièm. Good Delivery Barren'Good Delivery Bars' sind Standardbarren im internationalen Edelmetallhandel. Das internationale Gütesiegel „Good-delivery“ garantiert hierbei die in die Barren eingeprägten Merkmale wie Feinheit und Gewicht ebenso, wie die ständige, ununterbrochene Aufbewahrung in akzeptierten Lagerungsstätten. Edelmetall-Barren mit Good Delivery Status der LBMA werden weltweit akzeptiert und gehandelt. In die hochfeinen und hochgewichtigen Good Delivery Barren muss neben der Feinheit des Edelmetalls und der Marke des Herstellers die individuelle Barrennummer eingeschlagen sein. Letztere dient zur Identifikation jedes Barrens und wird von den einzelnen Produzenten in einem entsprechenden Verzeichnis hinterlegt. Ein Good-Delivery-Barren aus Gold mit einem Feingehalt von 995 wiegt nominell 400 Feinunzen - also 12,44 Kilogramm. Das Gewicht darf dabei von 350 bis zu 430 Feinunzen variieren. GranulatGranulat besteht aus vielen kleinen, festen Partikeln wie Körnern oder kleinen Kugeln. Als Edelmetall-Granulat bezeichnet man beispielsweise feinkörniges Feingold oder -silber. Es wird überwiegend zum Legieren und in der Schmuckproduktion als Rohmaterial für Gußvorgänge verwendet. Während der Herstellung von Granulat fällt geschmolzenes Edelmetall durch ein Sieb in ein Gefäß mit kalten Wasser. InflationInflation (lat. für Aufblähen, Aufblasen) definiert volkswirtschaftlich einen stetigen Anstieg des Preisniveaus. Das bedeutet, die Kaufkraft eines bestimmten Geldbetrags sinkt - beispielsweise durch Nachdruck von Banknoten - gegenüber Waren oder Dienstleistungen. Das Austauschverhältnis von (Papier-) Geld zu Gütern verändert sich also nachteilig zu Lasten des Geldes. Das ist der Grund, warum Inflation auch mit Geldentwertung gleich gesetzt wird. Edelmetalle, insbesondere Gold, bieten seit jeher einen sicheren Schutz gegen Inflation, da sie nur in begrenzten Mengen verfügbar und nicht beliebig nachproduzierbar sind. IridiumZur Platingruppe zählendes, sehr schweres Edelmetall mit hohem Schmelzpunkt. Es wird als Füllhalterspitze verwendet sowie als Legierungsmetall für elektrische Kontakte und Dentalgold. Manchmal wird es auch Schmuck - Platinlegierungen beigemischt. Karat – CaratKarat war ursprünglich eine Gewichtseinheit. In der Bijouteriebranche hat Karat heute eine doppelte Bedeutung - erkennbar an der unterschiedlichen Schreibweise mit C bzw. K: Als Edelsteingewicht: 1 Carat wiegt 0,200 Gramm Als Feingehaltsangabe für Goldwaren
Mehr zu Edelmetall-Stempelungen und Goldlegierungen KönigswasserKönigswasser besteht zu 3/4 aus Salzsäure und 1/4 Salpetersäure. Diese Säuremischung ist als Einzige im Stande, Gold und Platin aufzulösen. Die Edelmetalle werden hierbei in Chloride überführt. Außer dem Königswasser trotzen Gold und Platin jeder anderen Säure bzw. Säuremischung. KupferKupfer ist ein den Edelmetallen sehr nahe verwandtes Element. Im Altertum wurde bereits auf Zypern Kupfer gewonnen. Daher leitet sich der lateinische Name cuprum von aes cyprium „Erz von der Insel Zypern“ ab. Das Übergangsmetall ist leicht zu verarbeiten und wurde aus diesem Grund bereits vor 10.000 Jahren von den ältesten bekannten Kulturen verwendet. Darauf aufbauend wird daher das 5. bis 3. Jahrtausend v. Chr. auch Kupferzeit genannt. Kupfer wird in vielen Legierungen verwendet, so in Alpacca, Bronze und Messing. Weitere Legierungen sind u.a. Rotguss und Tombak. Kupfer ist aber auch bevorzugtes Zusatzmetall für die Herstellung von Gold-, Silber, Platin- und Palladiumlegierungen. Auch viele Münzwerkstoffe sind auf Kupferbasis hergestellt, So bestehen die hellen Anteile der Euromünzen aus Kupfernickel-Legierungen. Kupfer verleiht auch dem Krügerrand seine typische rötlich-goldene Farbe. KursDer schwankende Handels-Preis von Aktien, Edelmetallen, Rohstoffen und Devisen wird an der Börse als Kurs bezeichnet. Entspricht der Kurs dem Nominalwert des jweiligen Gutes, bezeichnet man das als "pari", je nach Kursrelation spricht man von "unter" oder "über pari". Kurs-KonsolidierungUnter Konsolidierung versteht man einen allgemeinen Kurs-Rückgang, meist nach einer Zeit zuvor stark angestiegener Kurse. Kurs-KorrekturUnter Korrektur bezeichnet man ein absehbares Nachgeben von Kursen, nachdem es vorher beispielsweise zu einer "Blasenbildung" kam. Dem Markt war eigentlich klar, dass er in kurzer Zeit zu stark angewachsen war. Die daraus entstehenden Verluste sind also nur Teil einer allgemeinen Korrektur. Kurs-KorrelationUnter Korrelation versteht man eine bestimmte Beziehung zweier Variabler zueinander. Beispielsweise die grundsätzliche Dollar/Gold-Beziehung: Fällt der Dollar, steigt der Goldpreis und umgekehrt. LegierungEine Legierung ist ein Gemisch aus zwei oder mehreren Metallen, die meist durch das Zusammenschmelzen mit anschließendem Abkühlen der Komponenten hergestellt wird. Durch das Legieren werden die Eigenschaften - etwa die Wertigkeit, die mechanische Widerstandsfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit - der zu legierenden Edelmetalle den jeweiligen Erfordernissen angepasst. London Bullion MarketSeit 1919 wird auf dem London Bullion Market als wichtigstem, außerbörslichen Handelsplatz für Gold und Silber - und einem der global bedeutendsten Rohstoffhandelsplätze - der Weltmarktpreis für Gold festgestellt. Fünf Banken führen hier zweimal arbeitstäglich ein Goldfixing durch, um möglichst viele Transaktionen zu einem Fixpreis abwickeln zu können. Fixiert wird montags bis freitags um 10:30 Uhr UTC (11:30 Uhr MEZ) am Vormittag und nachmittags um 15:00 Uhr UTC (16:00 Uhr MEZ) Den Handel koordiniert die London Bullion Market Association (LBMA). Ausschließlich Barren von Affinerien und Münzprägeanstalten sind zum Handel am London Bullion Market zugelassen, die bestimmte, in den in den LBMA-Richtlinien festgelegte Qualitätsanforderungen hinsichtlich Barrengröße, -gewicht und -feinheit erfüllen. Dieserlei Standardbarren werden als 'Good Delivery Bars' bezeichnet. Aus Deutschland werden aktuell auf der „Good Delivery List“ der LBMA drei Affinerien und Münzprägeanstalten geführt, die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt, Aurubis (früher Norddeutsche Affinerie) und Heraeus. Aus der Schweiz sind dies die fünf Affinerien Argor-Heraeus, Cendres & Métaux, Metalor Technologies, Pamp SA und Valcambi. Darüber hinaus wird in der Regel jeder Edelmetallbarren-Hersteller von den Banken zum LBMA-Standard gezählt, der einmal die LBMA-Richtlinien erfüllt hat. ManganweißgoldSpezielle, nickelfreie Weißgoldlegierung. Der Markt verlangte einerseits durch den steigenden Palladium-Kurs nach manganlegiertem Weißgold, andererseits auch durch die sich immer stärker verbreitende Nickelallergie. MessingAls Messing wird eine Gruppe gelbfarbiger Legierungen aus den Hauptbestandteilen Kupfer und Zink bezeichnet. Abhängig vom Zinkgehalt reicht das Farbspektrum vom helleren bis dunkleren Goldgelb mit großer Farbähnlichkeit zu natürlichem Gold. Die Bezeichnung Tombak gilt für eine hoch kupferhaltige Messinglegierung mit einem Maximalanteil von 30% Zink. Seit 3.000 vor Christus bekannt, findet sich Messing nach wie vor bei vielen Dingen des täglichen Lebens. Bereits um 1848 wurden Messinggussteile für Schmuckgegenstände hergestellt, deren Oberfläche anfänglich noch durch Feuervergoldung und später durch galvanische Vergoldung veredelt wurde. In der Schmuckherstellung wurde das sog. "Tafelmessing" als Goldersatz verwendet, heute müssen solche Teile als „Base Metal“ gekennzeichnet sein. Darüber hinaus findet sich Messing etwa im Gablonzer Schmuck und wird als Basismetall für Doublé-Waren verwendet. Eine dem Messing ähnliche Legierung aus den Hauptbestandteilen Kupfer und Zinn anstelle von Zink wird als Bronze bezeichnet. MetallwertDer Material- oder Metallwert bedeutet in der Numismatik den aktuelle Marktwert des verwendeten Edelmetalls einer Münze wie Gold, Silber oder Platin und entspricht dem aktuellen Weltmarktpreis. NamenspunzeDie Namenspunze beinhaltet die Initialien oder den Vor- und Zunamen eines Schmuckerzeugers. Sie ist kein amtlicher Stempel. Eine Namenspunze wird auf Antrag eines gewerblich berechtigten Schmuckherstellers durch das Punzierungsamt ausgehändigt. Bei vorübergehender oder endgültiger Betriebseinstellung des Herstellers muss sie dem Amt zurückgegeben werden. NeusilberNeusilber basiert auf Legierungen aus Kupfer, Nickel und Zink in verschiedenen Anteilsvariationen, wobei das Kupfer etwa die Hälfte der Gesamtlegierung ausmacht. Abgesehen von seinem silberähnlichem Aussehen zeichnet sich das Silber-Surrogat durch seine hohe Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit aus. Näheres siehe Alpacca. NickelallergieObwohl gesetzliche Bestimmungen die Verwendung von Nickel in Gebrauchsgegenständen, die länger mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen, streng reglementieren, findet sich Nickel nach wie vor häufig und vor allem in Modeschmuck, Uhrbändern, Gürtelschnallen oder Brillengestellen vor. Von Nickelallergie betroffene Menschen sollten sich daher vor dem Kauf solcher Artikel genauestens über den jeweiligen Nickelgehalt informieren um den Kontakt zu nickelhaltigen Gegenständen weitgehend vermeiden zu können. Nickelallergien zählen zu den Kontaktallergien. Bei Hautkontakt löst der leicht saure Schweiß Nickelionen aus dem getragenen Metall, die dann die Schutzschicht der Haut durchdringen. Während der Sensibilisierungsphase beim Erstkontakt lernen die Abwehrzellen allergisch veranlagter Menschen zunächst, Nickel als schädlich zu erkennen. Beim erneuten Hautkontakt tritt dann die Abwehrreaktion mit den typischen örtlichen, in manchen Fällen auch grundsätzlichen Hautbeschwerden ein - es kommt an der entsprechenden Hautstelle zu Juckreiz und Hautveränderungen. Die auftretenden, allergischen Kontaktekzeme bilden sich meist wieder zurück, sobald die Haut nicht mehr mit Nickel in Berührung kommt. Es können jedoch auch dauerhafte Hautveränderungen entstehen – das chronische allergische Kontaktekzem. PlaquéPlaqué oder Plaqué or ist eine durch einen elektrolytischen Prozess auf ein Basismetall chemisch aufgetragene Goldauflage. Das Verfajren wird auch als Elektroplattieren bezeichnet und bedeutet, eine Hartglanzgoldauflage auf galvanischem Weg auf ein Schmuckstück aufzubringen. Meist findet sich Plaqué jedoch bei Uhrgehäusen, die aus preisgründen größtenteils "plattiert" werden. RotgussRotguss, oder auch als Rotmessing und Maschinenbronze bezeichnet, sind auf Kupfer basierte Zinn-Zink-Blei-Legierungen. Wegen seiner kupferroten Farbe wurde in Deutschland seit dem 20. Jahrhundert der Begriff Rotguss als Handelsname gebraucht. ScheidgutAls Scheidgut werden schmelzbare Rückstände vielfältigster Formen aus Edelmetall verarbeitenden Betrieben bezeichnet. Die im Scheidgut enthaltenen, verschiedenen Edelmetalle werden einerseits von sämtlichen unedlen Bestandteilen und andererseits, wie bspw. Gold von Silber, auch voneinander getrennt, „geschieden“. Gekrätz: Brennbare Abfallstoffe, die - wie etwa Kehricht, Schmirgellatten oder Reste aus Poliermotoren und Staubsaugerbeuteln - überwiegend aus organischen Materialien bestehen und edelmetallhaltige Komponenten beinhalten, werden als Gekrätz bezeichnet. Nach dem Verbrennen in der Gekrätz-Veraschungsanlage wird die dabei anfallende, metall-angereicherte Asche entweder nasschemisch oder über den Schmelzprozess weiterverarbeitet. Naturalscheidung: Scheidgut, das sich über den Schmelzprozess nicht homogenisieren lässt, wird auf nasschemischem Weg verarbeitet. Die Edelmetalle werden in Lösung gebracht und über die klassischen Trennungsgänge Ausfällen, Filtrieren und Waschen in Reinform zurückgewonnen. Schmelzbares Scheidgut: Edelmetallhaltige Bronze-, Kupfer- oder Messing-Legierungen werden nach der Homogenisierung in einem Schmelzofen zu Granulat oder Barren verarbeitet. Der Edelmetallgehalt des Materials wird im Anschluß labortechnisch bestimmt. Edelmetalle können anhand der Kupfer- und Silberelektrolyse sowie nasschemischer Verfahren in hoher Reinheit zurückgewonnen werden. Schmelzverluste: Durch das Verbrennen von im Schmelzgut enthaltenen Verunreinigungen treten Schmelzverluste auf. Organische Bestandteile, Kunststoffe, Keramikbestandteile von Kronen und Brücken etc. setzen sich in Form von Schlacke beim Aufschmelzen ab. Ebenso werden nichtedle Metalle wie Kupfer, Zink, Zinn, und andere durch Beigabe von Schmelzpulver gebunden und gehen in Schlacke über. SKG Stuttgart - Schmuck und KunstgalerieEin einzigartiges Konzept - Schmuck und bildende Kunst gemeinsam unter einem Dach. Der Besucher erlebt die Kunst in der Galerie und lässt sich währenddessen durch edlen Schmuck inspierieren. Siehe auch SKG Stuttgart SKG Lübeck - Schmuck und KunstgalerieEin einzigartiges Konzept - Schmuck und bildende Kunst gemeinsam unter einem Dach. Der Besucher erlebt die Kunst in der Galerie und lässt sich währenddessen durch edlen Schmuck inspierieren. Siehe auch SKG Lübeck 'Stock to flow' VerhältnisDas Phänomen der Wertebewahrung durch Gold erklärt der österreichische Goldexperte Ronald Stöferle wie folgt: Das Stock-to-Flow-Verhältnis unterscheidet Gold von Rohstoffen. Das Gesamtvolumen allen Goldes, das jemals produziert wurde, kommt offiziell auf etwa 170.000 Tonnen. Dies ist der Stock. Die jährliche Produktion war 2010 laut Angaben des World Gold Council 2.586 Tonnen. Dies ist der Flow. Das erste durch das letztere dividierend, erhalten wir das Stock-to-Flow-Verhältnis von 65 Jahren. Die globalen Goldreserven wachsen jährlich um 1,5% und damit zu einer sehr viel langsameren Rate als alle anderen Geldmengenaggregate rund um den Globus. Die Wachstumsrate ist vage im Einklang mit dem Bevölkerungswachstum. Das Vertrauen in die aktuelle und zukünftige Kaufkraft des Geldes oder irgendeines Zahlungsmittels hängt nicht nur davon ab, wie viel jetzt verfügbar ist, sondern auch davon, wie sich die Menge im Laufe der Zeit ändern wird. Wenn sich die Minenproduktion um 50% erhöhte - was höchst unwahrscheinlich ist - würde sich dies nur in einer jährlichen Steigerung von 3% übersetzen. Diese Tatsache schafft ein Gefühl der Sicherheit, so weit es die Verfügbarkeit betrifft, und verhindert eine natürliche Inflation. Wenn die Produktion für ein Jahr fiele, würde dies auch nur geringe Auswirkungen auf die allgemeine Situation haben. Würde auf der anderen Seite die Kupfer-Produktion für längere Zeit unterbrochen werden, würden die Lagerbestände nach etwa 30 Tagen erschöpft sein. Zum Beispiel, wenn eine große neue Mine in Betrieb geht und das Angebot sich verdoppelte, wäre dies mit enormen Folgen für den Kupferpreis verbunden, aber mit kaum für Gold. Diese Stabilität und Sicherheit ist eine entscheidende Voraussetzung für die Schaffung von Vertrauen. Und es ist das, was Gold und Silber als Geld-Metalle deutlich von Rohstoffen und anderen Edelmetallen unterscheidet. Rohstoffe werden verbraucht, während Gold gehortet wird. Dies erklärt auch, warum traditionelle Angebot-und-Nachfrage-Modelle nur von begrenztem Nutzen für den Goldmarkt sind. TombakDie Bezeichnung Tombak gilt für eine hoch kupferhaltige Messinglegierung mit einem Maximalanteil von 30% Zink. Siehe auch Messing
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